Sei, der DU bist, und LEBE!
Homepage von Andreas Rainer Müller

Die drei Siebe des Sokrates

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte:
„Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen!"
„Halte ein!" unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
„Drei Siebe?", fragte der andere voller Verwunderung.
„Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:
Das erste ist die Wahrheit.
Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"
„Nein, ich hörte es erzählen und..."
„So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft.
Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..."
„Hm", unterbrach ihn der Weise, „so lasst uns auch das dritte Sieb noch anwenden.
Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?"
„Notwendig nun gerade nicht..."
„Also, sagte lächelnd der Weise,
„wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

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"Leben ist eine Energie, eine Macht, die genutzt wird. Und sie wird genutzt, frei genutzt, durch alle. Es hat keinerlei Erwartungen, kein Bestreben, keine Anforderungen, keine Bedürfnis, angebetet zu werden, und kein Bedürfnis, jene zu bestrafen, die darin scheitern, es anzubeten. Leben ist eine singulare und unemotionale Realität. Leben ist der Schöpfer, und es ist dasjenige, was erschaffen wurde.

Leben ist die Quelle des Lebens, und es ist Das-Was-Aus-Der-Quelle-Bezogen-Wird. Leben stellt Leben her, und Leben informiert das Leben über das Leben mittels des Prozesses des Lebens selbst.

Leben ist, in wenigen Worten gesagt, das Alpha und Omega, das Alles-in-Allem. Es gibt nichts, was IST, das es nicht ist.

Sofern das nicht die Definition von Gott ist, was denn dann?"

(nach Neale Donald Walsch)

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Auf der Suche nach Wahrheit geht man allein. Der Pfad ist zu schmal für jede Begleitung.

Um frei zu werden, braucht man als Wesentliches: Widrigkeiten, die den Prozess der Einsicht fördern.

Vielleicht bist du nicht erleuchtet, aber du könntest wenigstens konsequent sein!

Du kannst dein Nichts zu einem Besitz machen und deinen Verzicht wie eine Trophäe herumzeigen. Deinen Besitz brauchst du nicht aufzugeben. Gib dein Ego auf.

Wer nicht hilft, benachteiligt andere. Wer hilft, benachteiligt sich selbst. Ist man sich dieses Dilemmas nicht bewusst, stirbt die Seele. Hat man sich davon befreit, ist sie unsterblich.

Versucht nicht, Dinge zu besitzen, denn sie können nie wirklich besessen werden. Achtet nur darauf, nicht von ihnen in Besitz genommen zu werden, dann seid ihr der Herr/die Frau der Schöpfung.

Das Herz des Erleuchteten ist wie ein Spiegel: er hält nichts fest, weist nichts zurück, er empfängt, aber behält nichts für sich.

Spiritualität bedeutet nicht, zu wissen, was man braucht, sondern einzusehen, was man nicht braucht.

Sogar die Sehnsucht nach Freiheit ist eine Fessel. Niemand ist wirklich frei, der sich um seine Freiheit sorgt. Nur die Zufriedenen sind frei.

Deine Pflicht ist es zu sein. Nicht irgend jemand, nicht ein Niemand - denn darin liegt Habgier und Ehrgeiz -, nicht dies oder jenes sein - und dadurch abhängig zu werden, sondern einfach zu sein.

Menschen reagieren nicht auf das, was in Wirklichkeit geschieht, sondern auf Vorstellungen, die sie im Kopf haben ...

Sie lieben oder hassen nicht das Wesentliche der Dinge oder Menschen, sondern nur ihre äußere Form ...

Wie leer wäre unser Leben, wenn wir uns über nichts ärgern könnten!

Sie sehen nicht, was da ist, sondern das, was ihnen beigebracht wurde zu sehen.

Wovor du wegläufst und wonach du dich sehnst, beides ist in dir.

Sei du selbst! Hüte dich, das Verhalten der Großen nachzuahmen, wenn du nicht die innere Einstellung hast, die ihr Handeln inspirierte.

Das Universum weiß nichts  von deiner Existenz! Also bitte keine Aufregung!

Es bedarf nur eines schmeichelnden oder kritischen Wortes, um das wahre Ich aufzudecken.

Wenn du denkst, du seist der, für den dich Freunde und Feinde halten, kennst du dich offensichtlich selbst nicht.

Viel zu wissen heißt, gelehrt zu sein. Andere zu erkennen heißt weise zu sein. Sein Ich zu erkennen heißt erleuchtet sein.

Deine Pflicht ist es zu sein. Nicht irgend jemand, nicht ein Niemand - denn darin liegt Habgier und Ehrgeiz - nicht dies oder jenes sein - und dadurch abhängig zu werden - sondern einfach zu sein.

Die meisten Menschen haben solche Angst zu sterben, dass sie ganz darauf gerichtet sind, den Tod zu vermeiden und dabei nie richtig leben.

Es gibt eigentlich nur zwei Heimsuchungen im Leben: nicht zu bekommen, was man sich wünscht, und das, was man sich wünscht, zu bekommen.

Zusammensein mit anderen ist nur dann schön, wenn man ihnen nicht versklavt ist..

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.

Nichts entzückt das eigene Ich mehr, als die Fehler anderer korrigieren zu können.

Wir sehen fast nie die Wirklichkeit. Was wir sehen, ist ihre Spiegelung in Form von Wörtern und Begriffen, die wir uns dann als Wirklichkeit aneignen. Die Welt, in der wir leben, ist zum großen Teil ein Gedankengebäude.

Menschen ernähren sich von Worten, leben durch Worte, würden ohne Worte zerbrechen.

Wahrheit findet man nicht in Formeln...

Der menschliche Verstand schafft törichte Kategorien, wo Liebe nur eine sieht.

Die Erleuchteten verschwenden nicht eine Minute, denn sie wissen um die relative Unwichtigkeit allen Tuns.

Blicke in dich!

Wenn ein Mensch beginnt, tiefer nach innen zu leben, lebt er einfacher nach außen. Aber leider bringt einfaches Leben nicht zwangsläufig Tiefe mit sich.

Erleuchtete wissen, nicht die Welt muss verändert werden, um den Schmerz zu verbannen, sondern dein Herz.

Nicht jeder, dessen Augen geschlossen sind, schläft. Und nicht jeder kann sehen, dessen Augen offen sind.

Nur um Schläfer und Kinder sollte man sich kümmern- Wacht auf! Oder werdet erwachsen!

Wirklich wissen heißt, von diesem Wissen verändert zu werden.

Das Wissen um den Tod gibt dem Leben des Erleuchteten Süße. 

(nach Anthony de Mello)